Roots of
Empathy

Roots of Empathy ist ein internationales evidenzbasiertes Schulprogramm, das bei Schülerinnen und Schülern nachweislich zu einer signifikanten Abnahme von Aggressionen sowie Mobbing führt und gleichzeitig deren sozial-emotionale Kompetenz sowie Empathie steigert. Das Programm begleitet Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren. Das Programm wird in Kanada auf Englisch bzw. Französisch angeboten und erreicht Gemeinden auf dem Land, in der Stadt, sowie entlegene Gemeinden, unter ihnen auch Ureinwohner. Roots of Empathy wird auch in Neuseeland, den USA, der Republik Irland, in Nordirland, England, Wales, Schottland, Norwegen, Deutschland, in der Schweiz, den Niederlanden, Costa Rica und in Korea angeboten.

Das Programm

Im Mittelpunkt des Programms stehen ein Baby und dessen Eltern aus dem Nachbarschaftsumfeld der Schule, die im Lauf des Schuljahrs  in die Klasse kommen.  Ausgebildete Roots of Empathy-Trainer/innen leiten die Schüler/innen an, die Entwicklung des Babys zu beobachten und seine Gefühle zu benennen. Bei diesem auf Erfahrung beruhenden Lernen ist das Baby der „Lehrer“ und der Hebel, den die Trainer/innen einsetzen, um den Kindern zu helfen, ihre eigenen Gefühle und die Gefühle anderer zu erkennen und diese zu reflektieren. Das ist der Grundstein dafür, dass in einer steigenden Zahl von Schulklassen die Kinder den „Kurs ändern“ und der Umgang miteinander sicherer und fürsorglicher wird

Kinder in Roots of Empathy-Klassen

  • entwickeln exekutive Funktionen,
  • entwickeln emotionale Kompetenz,
  • entwickeln emotionale Regulierung,
  • entwickeln Resilienz,
  • lernen, sich gegen Grausamkeit und Unrecht zu stellen,
  • lernen, zum Konsens zu finden und tragen so zu einer fürsorglichen Kultur in der Klasse bei.

In der Woche vor und nach jedem Besuch der Familie gehen die Trainer/innen in die Klasse, um das Gelernte zu vertiefen. Dabei wird jeder Familienbesuch anhand eines spezifischen Unterrichtsplans vorbereitet bzw. das bei dem Besuch Gelernte vertieft

Die wissenschaftliche Untersuchung der in Kanada und weltweit vorgenommenen Evaluierung des Programms belegen, dass Aggressionen signifikant abnehmen und prosoziales Verhalten zunimmt.

Empathie

Der kognitive Aspekt von Empathie besteht im Perspektivenwechsel, der affektive Aspekt ist das Gefühl. Roots of Empathy entwickelt Geist und Herz.

Empathie ist die Ausgangsbasis dafür, dass aus Schüler/innen verantwortungsbewusste Bürger/innen und Eltern werden. Informationen zur Sicherheit und Entwicklung von Babys helfen den Kindern, ein Bewusstsein für die Gefährdung von Babys zu entwickeln. Unsere Trainer/innen sprechen mit den Kindern über den Plötzlichen Kindstod, das Schütteltrauma-Syndrom, die Fetale Alkoholspektrums-Störung und das Passivrauchen. Durch die Beobachtung einer liebevollen Eltern-Kind-Beziehung erleben die Kinder ein Modell für verantwortungsbewusste Elternschaft.

Das Roots of Empathy-Curriculum

Das Curriculum beinhaltet viele Aspekte und ist auf die Entwicklung und die Interessen der Kinder abgestimmt.  Es ist in neun Unterrichtseinheiten gegliedert. Jede Einheit wird in drei Besuchen (der vorbereitenden Stunde, dem Familienbesuch und der nachbereitenden Stunde) behandelt. Insgesamt finden im Lauf des Schuljahrs 27 Besuche in der Klasse statt. Die neun Unterrichtseinheiten sind außerdem auf vier Altersstufen in den Jahrgängen 1 bis 8 zugeschnitten.

Im Roots of Empathy-Curriculum steht der affektive Aspekt von Erziehung im Vordergrund, doch haben die Aktivitäten viele Anknüpfungspunkte zum Lehrplan der Klasse. So setzen die Schüler/innen ihre mathematischen Fähigkeiten ein, wenn sie das Gewicht und die Größe des Babys ausrechnen. Roots of Empathy nutzt Literatur, um den Zugang zu Gefühlen und zum Perspektivenwechsel zu erschließen. Das Gespräch und das Nachdenken, die daran anschließen, tragen dazu bei, in der Klasse Solidarität und Empathie entstehen zu lassen. Kunst spielt eine große Rolle im Programm, da Kinder die tiefen Gefühle, die sie nicht in Worte fassen können, malen. Musik löst starke Gefühle aus.  Kunst spricht zu allen Menschen, unabhängig von Sprache oder Kultur, und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Professionelle Entwicklung

Wir bieten unseren ehrenamtlichen Trainer/innen eine umfassende viertägige Schulung bei einem/r von Roots of Empathy zertifizierten Trainer/in. Sie bekommen ein Curriculum, einen Medienkoffer, Bücher und sämtliche weiteren Materialien, die Sie zur Vermittlung des Programms benötigen.

Unsere Mentoren/Mentorinnen beraten Sie ausserdem kontinuierlich, wie Sie am besten vorgehen. Fortbildungen sind ein weiterer Teil unseres Unterstützungsangebots. So ist gewährleistet, dass Sie qualifiziert sind, selbstbewusst arbeiten und gut begleitet werden.

Die Partner/innen unseres Programms

Die Roots of Empathy-Trainer/innen

Unsere Trainer/innen vermitteln sämtliche Aspekte des Roots of Empathy-Curriculums in der Klasse und bauen zur teilnehmenden Familie, zum/zur Klassenlehrer/in und zu den Schülern/Schülerinnen eine von Respekt geprägte Beziehung auf.  Sie haben häufig als Lehrkräfte, Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen, Berater/innen, im Gesundheitswesen oder im Freizeitbereich gearbeitet.

Die Roots of Empathy-Familie

Eine Roots of Empathy-Familie wirkt ehrenamtlich mit ihrem Baby im Programm mit. Das Baby sollte bei Beginn des Programms zwei bis vier Monate alt sein. Die Familie verpflichtet sich, während des Schuljahrs alle drei Wochen einmal in die Klasse zu kommen.

Wir suchen Familien, die in der Gemeinde der Schule leben und repräsentativ für die kulturelle, ethnische und sprachliche Zusammensetzung im Umfeld der Schule sind.  Das fördert die Entstehung der Bindung zwischen den Schülern/Schülerinnen und der Familie, die noch verstärkt wird, wenn die Kinder die Mutter und/oder den Vater mit dem Baby auf der Straße treffen und mal eben zu ihnen laufen und fragen, wie es „ihrem Baby“ geht.

Die Roots of Empathy-Schulen

„Schulen sind die wirksamsten Einrichtungen im Land zur Friedensschaffung.  Sie sind unser Friedensministerium.“ – Mary Gordon, Gründerin/Präsidentin von Roots of Empathy

Wir können unser Programm nur mit der Unterstützung von Schulen verbreiten. Roots of Empathy wird in Schulklassen während der regulären Unterrichtszeit vermittelt.  Das Programm begleitet Kinder vom Kindergarten bis zur 8. Klasse. Wir setzen ein Curriculum ein, das exakt auf die jeweilige Entwicklungsstufe im Kindergarten sowie in den Jahrgängen 1–3, 4–6 und 7–8 abgestimmt ist.

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